399/2027: NEU Patientenverfügung und mutmaßlicher Wille – Entscheidungen am Lebensende sicher begleiten
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Beschreibung
Was soll geschehen, wenn ein Mensch seinen Willen nicht mehr selbst äußern kann? Gerade in der Pflege und Begleitung schwer erkrankter oder sterbender Menschen entstehen Situationen, in denen Entscheidungen über medizinische und pflegerische Maßnahmen getroffen werden müssen. Eine Patientenverfügung kann dabei eine wichtige Orientierung geben. Doch nicht immer liegt eine solche Verfügung vor, nicht immer ist sie eindeutig formuliert und nicht immer lässt sie sich unmittelbar auf die konkrete Situation übertragen.
Dann gewinnt die Frage nach dem mutmaßlichen Willen besondere Bedeutung: Was hätte die betroffene Person in dieser Situation gewollt? Welche früheren Äußerungen, persönlichen Wertvorstellungen, religiösen Überzeugungen und Lebensentscheidungen können zur Orientierung beitragen? Und welche Rolle haben Angehörige, Bevollmächtigte, rechtliche Betreuer:innen, Ärzt:innen und Pflegende?
Lernergebnisse:
Die Teilnehmenden sind für einen verantwortungsvollen Umgang mit Patientenverfügungen und der Ermittlung des mutmaßlichen Willens sensibilisiert. Rechtliche und ethische Grundlagen werden mit konkreten Situationen aus dem Pflege- und Betreuungsalltag verbunden.
Schwerpunkte
- Bedeutung und Grenzen der Patientenverfügung
- Einwilligungsfähigkeit und Stellvertretung bei medizinischen Entscheidungen
- der mutmaßliche Wille – Begriff und Bedeutung
- persönliche Wertvorstellungen, frühere Äußerungen und biografische Hinweise
- Rolle von Angehörigen, Bevollmächtigten und rechtlichen Betreuer:innen
- Aufgaben und Verantwortung von Pflege, Medizin und weiteren Beteiligten
- ethische Konflikte und unterschiedliche Vorstellungen vom „richtigen“ Handeln
- Fallbeispiele und Handlungsmöglichkeiten für die Praxis


